Vitiligo und Schilddrüsenprobleme: Es gibt einen Zusammenhang

Es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Vitiligo und Schilddrüsenproblemen. Im Anschluss an die Diskussion beim Mitgliedertag erkundigte sich der LVVP beim Dermatologen Dr. Wietze van der Veen, der sich auf Pigmenterkrankungen spezialisiert hat. DR. Van der Veen konnte leider nicht am Mitgliedertag teilnehmen, gab aber heute folgende Antwort:

„Schilddrüsenprobleme (Hypo-, aber auch Hyperthyreose) treten bei Vitiligo-Patienten häufiger auf als in der Durchschnittsbevölkerung.“ Tatsächlich treten die Probleme hauptsächlich bei Frauen auf und die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu. Letztendlich wird etwa jede vierte Frau Probleme haben. Am SNIP untersuchen wir nur Kinder und Frauen über 30 Jahren auf Schilddrüsenversagen. „Die Kinder wegen der potenziell schwerwiegenden Folgen, wie etwa Wachstumsverzögerungen und Lernschwierigkeiten.“

Der LVVP hat zuvor über den Zusammenhang zwischen Vitiligo und Schilddrüsenproblemen veröffentlicht. Leider kam dies am Mitgliedertag nicht gut an. Vitiligo-Patienten wird empfohlen, sich von einem Internisten untersuchen zu lassen, der auf Endokrinologie (Behandlung von Erkrankungen der endokrinen Drüsen wie Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Bauchspeicheldrüse (z. B. Diabetes), Nebennieren, Geschlechtsorgane und Hypophyse spezialisiert ist).

Im Rampenlicht! Nr. 1 von 2013 enthielt ein Interview mit dem Endokrinologen Dr. Rob Gonera vom Wilhelmina-Krankenhaus in Assen. Er weist darauf hin, dass er bei Patienten mit einer Autoimmunerkrankung (Vitiligo) stets auf das Vorhandensein anderer Autoimmunerkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Glutenallergie (Zöliakie) und Vitamin-B12-Mangel achtet.

Lesen Sie die Nachricht hier „Flecken auf deinen Händen? Passen Sie auf Ihre Schilddrüse auf!‘

Lesen Sie hier den Artikel von Spotlight! Nr. 1 vom März 2013. Spotlight!_März_2013_Seite13

 

Kommentare

  1. Guter Artikel.

    Ich habe auch Vitiligo und teilweise deshalb habe ich herausgefunden, dass ich seit 2,5 Jahren mit einer Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto) lebe. Ich bin 23 Jahre alt und wurde leider noch nie vom SNIP auf TSH getestet, da mein Alter nicht zur Risikogruppe gehörte. Rückblickend sehr schade.

  2. Hallo Jasmine und Snip, ich habe seit meinem 1. Lebensjahr Vitiligo. Und als ich 16 war, erfuhr ich bei der ersten Blutuntersuchung meines Lebens (nach der Fersenspritze), dass ich auch Hashimoto habe. Ein Interview mit mir zu diesen beiden Erkrankungen wurde einmal in der Patientenzeitschrift Schild veröffentlicht. Ich bin jetzt 24. Ist es eine gute Idee, Frauen jeden Alters als gefährdet anzusehen? Zwischen 18 und 30 Jahren besteht nicht unbedingt ein geringeres Risiko, aber diese Gruppe ist oft zu beschäftigt, um einen Arzt aufzusuchen. Schade, dass der Hausarzt damals angegeben hat, dass kein Zusammenhang nachgewiesen werden konnte, nun aber offenbar besteht. Vor allem an meinen Händen, Ellbogen und einigen anderen sind die Flecken am größten und am weißesten. Glücklicherweise nimmt der Rest des Körpers ab, aber sie hätten meine Eltern auf das erhöhte Risiko anderer Autoimmunerkrankungen hinweisen können, als ich klein war. Denken Sie in der Tat an andere Krankheiten (ich reagiere bereits empfindlich auf B12, die Magenspiegelung war schlecht, die mikroskopische Untersuchung war angemessen und das Blut war gut), insbesondere Diabetes und Rheuma, die mir ein wenig Sorgen bereiten. Auch für die Zukunft, wenn wir Kinder wollen. Ich werde auf jeden Fall wachsam sein.

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