Lebe, genieße und traue dich..... auch bei Vitiligo!

Erfahrungen mit Lichttherapie

Was ist Lichttherapie?

Die Lichttherapie mit UV-B-Strahlen ist eine häufig eingesetzte Behandlung von Vitiligo. Die Behandlung erfolgt in einer Lichtkabine. Man kann es mit einer Sonnenbank vergleichen, nur dass man nicht darin liegt, sondern darin steht. Die Behandlung besteht darin, sich ein Jahr lang zweimal pro Woche an festgelegten Tagen (und vorzugsweise zu bestimmten Zeiten) UV-B-Strahlen auszusetzen, wobei zwischen den Behandlungen mindestens 2 Tage liegen sollten. Die Lichtdosis variiert je nach Patient, da jede Haut anders reagiert. Während der Therapie werden Lichtintensität und Verweildauer in der Kabine aufgebaut. Dies geschieht auf Basis eines sogenannten „Aufbauplans“. Lesen Sie weiter unten Christinas Erfahrungen.

UV-B-Strahlen regen Ihre Haut zur Pigmentproduktion an. Dies geschieht nicht innerhalb einer Woche, sondern erfordert Zeit und Geduld. Die Vitiligo-Flecken reagieren mit kleinen braunen Punkten, als hätte jemand mit einem Filzstift Punkte hineingemalt. Nach monatelanger Behandlung bilden die vielen Punkte eine Art farbigen Fleck. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Ihre Haut nie vollständig gefärbt sein wird und dass Flecken, die lange Zeit weiß waren, sich weniger leicht verfärben. In der Zwischenzeit bewerten Sie die Behandlung mit Ihrem Arzt. Wenn die Behandlung nach sechs Monaten nur geringe oder keine Wirkung zeigt, wird Ihnen der Arzt raten, die Behandlung abzubrechen.

Neben der Exposition im Krankenhaus ist auch eine häusliche Exposition möglich. Sie erhalten dann die Lichtkabine in Ihrem Haus. Dies muss vom Hautarzt beantragt und vom Versicherer genehmigt werden. Dafür benötigt das Krankenhaus einen Vertrag mit dem Versicherer. Für optimale Ergebnisse ist die Kenntnis des Bauzeitplans erforderlich.

Vorteile

  • Vitiligo-Flecken können teilweise ihre Pigmentierung zurückgewinnen.
  • Vitiligo-Flecken breiten sich vorübergehend nicht aus.
  • „Frische“ Flecken reagieren schneller.
  • Sie können sich wohler fühlen, wenn sich Ihr Aussehen etwas erholt.
  • Mit der Sonne kommt man besser zurecht. Schließlich hat Pigment eine Schutzfunktion.

Nachteile

    • Nicht alle Versicherer erstatten die Lichttherapie. Einige Versicherer erstatten beispielsweise nur, wenn die Vitiligo im Gesicht und an den Händen sichtbar ist. Prüfen Sie deshalb rechtzeitig Ihre (Zusatz-)Police.
    • Diese Behandlung ist nicht für jeden Vitiligo-Patienten geeignet. Ihr Hautarzt kann dies feststellen.
    • Das Ergebnis ist nicht für alle gut.
    • Es kann lange dauern, bis Ergebnisse sichtbar sind.
    • Die Lichttherapie stellt eine erhebliche Belastung dar. Es muss in Ihr Leben passen: Beispielsweise darf die Beleuchtung tagsüber nur möglich sein, wenn das Krankenhaus kein Abendprogramm anbietet.
  • Durch die Lichttherapie kann Ihre Haut brennen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie den Bauzeitplan genau einhalten. Bei einer Verbrennung muss sich die Haut zunächst erholen, bevor Sie sich einer neuen Behandlung unterziehen.
  • Nach einer Behandlung müssen Sie mehrere Monate Ruhe einlegen, da die maximale Wirkung in der Regel nach einem Jahr erreicht ist und das Risiko einer Hautschädigung erhöht ist.

Erleben Sie Christina: Licht in der Dunkelheit oder nicht?

„Ich habe die Behandlung dreimal im Jahr erfolgreich abgeschlossen und bin sehr glücklich, dass ich sie gemacht habe. Denn meine Haut hat immer positiv reagiert und sich einigermaßen bis gut gefärbt. Dadurch wurde die Krankheit für die Außenwelt weniger sichtbar. Ich fühlte mich sicherer.

Zwei der Behandlungen habe ich während meiner Schwangerschaft durchgeführt. Die Vitiligo verschlimmerte sich dann. Die Schwangerschaftshormone führten dazu, dass meine Pigmente schneller abgebaut wurden und ich dadurch schneller Pickel bekam. Mir ist aufgefallen, dass man sich an die Therapie halten muss, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Fehlzeiten behindern die Genesung!

Drei Jahre Lichttherapie waren eine ziemliche Herausforderung. Vor allem, weil die Beleuchtung nur tagsüber möglich ist und ich daher bei der Arbeit immer etwas organisieren musste. Ein paar Jahre später, als ich ein Kleinkind bekam und wieder schwanger war, wollte ich mich für eine Heimbeleuchtung entscheiden. Der Arzt war damit nicht einverstanden. Vielleicht, weil dem Krankenhaus sonst Einnahmen entgehen würden?

Einmal musste ich zur Zentrale meines Versicherers kommen, um nachzuweisen, dass die Behandlung notwendig war. Ich fand das sehr ärgerlich. Als sie sahen, dass meine Flecken auf meinem Gesicht und an den Händen deutlich sichtbar waren, erhielt ich die Erlaubnis zur Behandlung. Beim nächsten Mal habe ich mir von meinem Hautarzt ausdrücklich vermerken lassen, dass ich die Pickel an den sichtbaren Stellen wieder habe, so dass ich nicht noch einmal zur Kasse gehen musste.“

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